Termine

Do Jun 28 @09:00 - 12:00
Ferienspiele Gemeinde Roßdorf
Fr Jun 29 @09:00 - 12:00
Gersprenzschule Reinheim
Mo Jul 02 @09:00 - 12:00
Ferienspiele Gemeinde Roßdorf
Mi Jul 04 @09:00 - 12:00
Ferienspiele Gemeinde Roßdorf
Mi Jul 04 @19:00 - 22:00
Jung- und Neu - Imker Gesprächsrunde
Sa Jul 07 @15:00 - 00:00
Familienfeier mit Vortrag
Mo Jul 09 @08:00 - 16:00
Ferienspiele Roßdorf
Di Jul 10 @08:00 - 16:00
Ferienspiele Roßdorf
Mi Jul 11 @08:00 - 16:00
Ferienspiele Roßdorf
Do Jul 12 @08:00 - 16:00
Ferienspiele Roßdorf

glyphosatfrei 201803

Die Roßdörfer Imkerinnen und Imker würden es sehr begrüßen, wenn die Gemeinde Roßdorf eine glyphhosatfreie und pestizidfreie Gemeinde würde. Dem dramatischen Insekten-, Schmetterling- und Bienensterben müssen Taten entgegengesetzt werden. Die Imkerinnen und Imker, sowie der Vorstand des Bienenzuchtvereins Roßdorf  appellieren an die Verantwortung der Kommunalpolitiker für die Menschen und die Umwelt.

Glyphosat ist mitverantwortlich für den Verlust der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft und somit für das Insekten- und Bienensterben. In der Landwirtschaft als auch in den Kommunen und Hobbygärten gibt es umweltfreundliche Alternativen zu Glyphosat. Blütenreich und ohne Gift – das sollte das Motto aller Städte und Gemeinden sein.

Das Anliegen der Imkerinnen und Imker ist es auch, von den Pestiziden wegzukommen. Besonders die Insektenvernichtungsmittel aus der Gruppe der Neonicotinoide sind mit verantwortlich für das Bienensterben. Diese Gifte töten die Bienen nicht direkt, sondern als Nervengift wirken sie auf das Gehirn der Bienen und hier besonders auf das Gedächtnis und das sehr sensible und komplizierte Navigationssystem. Die Biene findet nicht mehr zurück in den Bienenstock. Irgendwann ist der Kasten leer. Außerdem wird die Fruchtbarkeit der männlichen Bienen (Drohnen) verringert, was sich negativ auf die Vermehrungsrate und somit die Überlebensperspektive auswirkt. So gingen im Verlauf des Winters 1916/17 etwa 170.000 Bienenvölker in Deutschland verloren. Im letzten Jahr mussten die Bienen schon im Sommer gefüttert werden, da sie in der monokulturartigen Landschaft, bestehend aus Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben und Getreide keine blühenden Pflanzen fanden und somit keine Nahrung in Form von Nektar und Pollen.

Die Imkerinnen und Imker machen sich ebenfalls große Sorgen um die Wildbienen, die auch wichtige Blütenbestäuber sind und einen erheblichen Beitrag zur Biodiversität leisten. Bei den Wildbienen fällt es kaum auf, wenn eine Art verschwindet. Von den 560 registrierten Arten in Deutschland stehen die Hälfte auf der Roten Liste oder sind bereits ausgestorben.

Die Imkerinnen und Imker des Bienenzuchtvereins Roßdorf haben in einem Schreiben an die Bürgermeisterin Christel Sprößler die Bitte geäußert, den 140 Städten und Gemeinden, unter anderem auch Wiesbaden und Darmstadt zu folgen, die ihre Grünflächen ohne Pestizide oder mindestens ohne Glyphosat bewirtschaften. (Norbert Fritz)