Was ist Propolis?

Propolis oder Kittharz ist der komplexeste Wirkstoff im Bienenvolk. Bienen sammeln Baum-, bzw. Planzenharz, das Kittharz oder das Propolis genannt wird. Diese harzartige Masse hat eine antibiotische, antivirale und antimykotische Wirkung. Mit dieser klebrigen Substanz werden die Waben dünn überzogen und desinfiziert. Weiterhin dichten die Bienen Ritzen in ihrem Stock damit ab.
Propolis wird am häufigsten im Herbst von den Bienen in den Bienenstock eingebracht, dies ist vom örtlichen Harzangebot des Baumbestandes abhängig. Ein Bienenvolk kann zwischen 50 und 500 g Propolis pro Jahr einbringen.

Wie gewinnt der Imker Propolis?

Der Imker kann an verschiedenen Stellen des Bienenkastens (Magazin-Beute), wo von den Bienen Ritzen o. ä. verkittet wurden, die Propolis abkratzen. Gezielter kann Propolis durch das Auflegen eines speziellen feinmaschigen Kunststoffgitters gewonnen werden. Die Bienen verkitten dann die störenden Zwischenräume. Das Gitter wird danach entnommen und in den Gefrierschrank gelegt. Bei diesen tiefen Temperaturen ist Propolis dann sehr spröde und springt beim leichten Biegen des Kunststoffgitters von diesem ab.

Anwendungsgebiet von Propolis

Propolis wird in der alternativen Medizin in vielen Anwendungsgebieten sowohl innerlich, als auch äußerlich in den verschiedensten Darreichungsformen (Tinkturen, Salben, Lutschtabletten usw.) angewendet.