Honig im DIB Glas
Was ist Honig?

Honig ist eingefangener Sonnenschein. Nektar oder Honigtau von den Bienen gesammelt und veredelt, ist Honig ein besonderes Lebenselixier. Honig ist reich an Kohlenhydraten, Enzymen und antibakteriellen Stoffen (Inhibine). Er enthält weiterhin Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Calcium, Natrium, Eisen, Phosphor und Jod. Chemisch vereinfacht gesehen bilden wechselnde Mengen von Trauben- und Fruchtzucker die Hauptbestandteile des Honigs. Außerdem zeigt sich die Vielfalt des Deutschen Honigs in einer ganzen Palette verschiedener Mineralien, Pollen, Enzyme, Inhibine, Vitamine, Aromastoffe und anderer organischer Verbindungen. Die zahlreichen Aromastoffe - es sind über hundert - verleihen dem Honig seine charakteristischen Geschmack und Geruch. Es konnten in den verschiedensten Honigarten mehr als 180 natürliche Substanzen nachgewiesen werden.

Wie entsteht Honig?

Honig ist ein unverfälschtes Naturprodukt. Um Nektar für 1kg Honig zu sammeln, müssen die Bienen drei bis fünf Millionen Blüten anfliegen. Das sind rund 60.000 Ausflüge vom Bienenstock zu den Blüten und zurück. Diese Flugleistung entspricht einer Flugstrecke von sechs Erdumrundungen. Bis zu 60 mg kann eine Biene in ihrer Honigblase von Stecknadelkopfgröße tragen. Körpereigene Stoffe werden dem Sammelgut zugegeben, so daß bereits bei dessen Aufnahme und während der Zeit des Rückfluges die Umwandlung in Honig beginnt. Im Bienenstock übernehmen die Stockbienen das Sammelgut und verarbeiten es mit größter Sorgfalt weiter zu Honig. Dabei verlagern sie den Honig von einer Wabenzelle zur anderen und entziehen ihm Wasser. Bei dieser Arbeit wird der Honig von den Stockbienen weiter mit Enzymen angereichert und reift langsam heran. Wenn der Honig reif und haltbar ist, das heißt, der Wassergehalt muß auf 20 % oder möglichst noch weniger gesunken sein, schließt die Biene die Zelle mit einer dünnen Wachsschicht. Der fertige Honig wird von den Bienen verdeckelt, um ihn vor allen fremden Einflüssen zu bewahren.

Wie wird Honig gewonnen?

Je nach Gewinnungsmethode unterscheidet man:

Schleuderhonig:

Der Honig wird in einer Zentrifuge (Schleuder) aus den Waben geschleudert, die dann erneut Verwendung finden.

Wabenhonig:

Die reife, von den Bienen frisch gebaute und verdeckelte Honigwabe wird in Stücke geschnitten und verpackt.

Scheibenhonig:

Dieser Spezialität ist ausschließlich Heidehonig in Waben aus reinem Bienenwachs und besonders aromatisch im Geschmack.

Welche Honigsorten kennen wir?

Blütenhonig:

Generelle Bezeichnung für Honig aus dem Nektar zahlreicher Pflanzenarten. Farbe, Bukett und Konsistenz variieren deshalb stark. Ein Honig, der die bunte Palette vieler Blüten im Kreislauf des Jahres enthält. Sein feines Aroma macht ihn zu einer beliebten Spezialität.

Wald- und Honigtauhonig:

Stellt eine Besonderheit dar. Er entstammt dem Honigtau zahlreicher Baumarten. Er ist stets dunkel, besonders mineralstoffreich und besitzt ein malzig-würziges Aroma.

Honig als Hausmittel

Honig wird schon seit langer Zeit als Hausmittel verwendet. Er ist ein mildes Wundheilmittel und scheint schmerzlindernde Eigenschaften zu besitzen. Als Hausmittel wird Honig bei Halsschmerzen, zur Heilung von Schnittwunden und als leichtverdauliche Kost für Kranke verwendet. Außerdem hat Honig leicht abführende und harntreibende Wirkung. Griechen und Römer aßen und tranken Honig. Sie behandelten Wunden und Verbrennungen mit Honig. Noch heute erproben Ärzte die Verwendung von Honig als Wundverband und berichten von erfolgreichen Resultaten. Dies erklärt sich daraus, daß Honig hygroskopisch wirkt. Man gebraucht Honig bei Erkältungen, Katarrhen und vielen anderen Krankheiten. Das erwärmte Wachs von Honigwaben brachte Erleichterung bei rheumatischen Beschwerden und noch heute behandeln Physiotherapeuten ihre Patienten mit warmem Wachs.

Wer an Asthma oder Heuschnupfen leidet, dem werden Pollen oder Honig in Waben, der viel Pollen enthält, empfohlen. In manchen Ländern schwören nicht nur die Leistungssportler, sondern auch Streßgeplagte auf Bienenprodukte, um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern.